Wegen Corona haben das Bundesamt für Gesundheit und die Schweizerische Bischofskonferenz dazu geraten, in der Sommerzeit vermehrt Gottesdienste im Freien abzuhalten. «Nichts lieber als das!» meint dazu die Katholische Pfarrei in Davos. Für die Gottesdienste im Grünen stand eine Kunstinstallation in Davos Frauenkirch zur Verfügung: Auf dem h.art Platz oberhalb der Reithalle hat der Davoser Künstler Andreas Hofer mit alten Kirchenbänken aus Rapperswil-Jona eine Freiluftkirche gestaltet. Zur Sonntagsmesse am 19. Juli seien bei prächtigem Wetter unerwartet viele Gläubige erschienen, berichtet die Pfarrei. | © Regula Vogt-Kohler
Die Vereinigung Cammikando von Tirano entwickelt spirituelle Wege, die zum Marienheiligtum von Tirano führen. Die Madonna ist Patronin des Veltlins. Der Marienweg durch die Alpen soll aus zwei Hauptwegen bestehen. Der westliche von Piantedo nach Tirano, 90 Kilometer lang, ist in der Phase der Einführung; der östliche Weg verläuft im Hochtal über 65 Kilometer von Bormio nach Tirano, durch den Nationalpark Stilfserjoch. Neben den beiden Hauptwegen wollen die Initianten auch einen Weg entwickeln, der vom Puschlav aus nach Tirano führt. Die Puschlaver kommen jährlich am 29. September zu Fuss zum Tag der Erscheinung der Madonna nach Tirano. Umgekehrt findet jedes Jahr von Tirano aus eine Prozession zur auf 1800 Metern liegenden Kirche San Romerio oberhalb von Pos­chiavo statt. – Bild: Wallfahrtskirche Madonna di Tirano mit einem Zug der Berninabahn. kath.ch | © Ivan Previsdomini/Archivio Consorzio Turistico Media Valtellina
Nach zehnjährigen Renovierungsarbeiten wird die ehemalige Abtei von Payerne in der Waadt ab Samstag, 11. Juli, für das Publikum wieder geöffnet. Die heutige Abteikirche, die grösste romanische Kirche der Schweiz, entstand zwischen dem 11. und der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Nach der Reformation profaniert, ist die ehemalige Abteikirche seit 1963 eine protestantische Kirche und ein Museum. Die Sammlungen und der neue Entdeckungsrundgang sind ab 11. Juli täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet (ausserhalb der Schulferien montags geschlossen). | © Twen/wikimedia / kath.ch/kh
Nach dem Totaleinbruch durch die Corona-Pandemie feiert der Jakobsweg langsam Wiederauferstehung. Mit der Öffnung der spanischen Grenzen und dem Wegfall der Quarantänepflicht ist auch der Weg für internationale Pilger wieder frei. Das Pilgerbüro, das die Urkunden ausstellt, ist ab 1. Juli wieder offen. Für den gleichen Tag ist auch die offizielle Wiedereröffnung der Kathedrale von Santiago geplant. kath.ch | © Wikimedia/Kolossus
Für die Markierung der Sitzmöglichkeiten in den Kirchen haben die Pfarreien unterschiedliche Varianten gewählt. Während vielerorts profane Symbole wie etwa Pfeile oder Piktogramme die Plätze kennzeichnen, sind es in der Basler Kirche St. Clara Bilder von und Informationen zu besonderen Menschen wie Sophie Scholl, Hildegard von Bingen oder Don Bosco. | © Regula Vogt-Kohler
Die seit Monaten andauernde Coronakrise hat auch den Alltag der jüngsten Generation spürbar verändert. Dieser aus Kinderhand stammende Eintrag im Gästebuch des Basler Münsters drückt aus, was wir alle erhoffen: dass die Bedrohung durch das Coronavirus ein baldiges Ende haben möge. | © Regula Vogt-Kohler
An der Münchner Bundeswehr-Universität ist das Corona-Infektionsrisiko beim gemeinsamen Singen untersucht worden. Die Forscher kamen zum Ergebnis: Es hält sich stark in Grenzen. Das teilte die Uni am 7. Mai mit. Bei Experimenten mit professionellen Sängern habe sich eindeutig gezeigt, dass die Luft beim Singen nur im Bereich eines halben Meters vor dem Mund in Bewegung versetzt werde, unabhängig von Lautstärke und Tonhöhe. Eine Virusausbreitung über diese Distanz hinaus sei «äusserst unwahrscheinlich». Trotzdem sei ein Sicherheitsabstand in einem Chor oder einer Kirche von 1,5 Metern ratsam und eine versetzte Aufstellung der Sänger empfehlenswert, um einer Tröpfcheninfektion vorzubeugen. |© Hannes Bhend/Cantars Prélude 2019
Poesie am Ort der letzten Ruhe mitten in der Coronakrise: Seit Anfang April gibt es auf dem Basler Friedhof 26 Wortbilder zu entdecken. Künstler Matthias Zurbrügg hat die mehrheitlich aus naturbelassenem Tannenholz gezimmerten Buchstaben zu Begriffen wie «ZEIT LOS LASSEN» und «LIEBE AHNEN» gruppiert. Einzelpersonen können die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Friedhofs frei besichtigen. Weitere Informationen gibt es hier: www.stadtgaertnerei.bs.ch | © Kaspar Hiltbrand
«Beim Spaziergang in Münchenstein fand ich eine Kinderzeichnung, welche an einem Gartenzaun hing. Darauf  sind Wünsche und Hoffnung  in der Coronakrise  gezeichnet», schreibt Pfarrblattleserin Franziska Hänggi aus Münchenstein. Sie findet die Zeichnung sehr schön und human und sieht darin einen hoffnungsvollen Wegbegleiter für alle in der schwierigen Zeit. Das findet die Redaktion von «Kirche heute» auch! | © Franziska Hänggi
Historisch beispiellose Geste: Papst Franziskus hat am 27. März auf dem menschenleeren Petersplatz um ein Ende der Corona-Pandemie gebetet und dabei den feierlichsten Segen der katholischen Kirche «Urbi et orbi» erteilt. Dass der Ritus des «Urbi et orbi» (dt.: für die Stadt und den Erdkreis) in einer solchen Form stattfindet, kam in der Geschichte noch nicht vor. Mit dem feierlichen Segen verbunden ist ein Ablass, eine Tilgung der Sündenstrafen. Katholischen Gläubigen wird dieses Trostzeichen in der Sterbestunde gewährt. | © kath.ch