Bei der Überfahrt über das Mittelmeer haben mehrere zehntausend Menschen das Leben verloren. | © Gerd Altmann/pixabay
28.05.2020 – Aktuell

Würdigung, Protest und Mahnmal zum Flüchtlingstag

Die Aktion «Beim Namen nennen» macht die verstorbenen Geflüchteten sichtbar

Am Flüchtlingstag vom 20./21. Juni findet in fünf Schweizer Städten die Aktion «Beim Namen nennen» statt. In Basel rund um die Offene Kirche Elisabethen.

Bei der Flucht nach Europa sind seit 1993 fast 40 000 Menschen gestorben. Bis Anfang Mai wurden genau 38 793 gezählt. Die meisten sind ertrunken. Frauen, Kinder, Männer.

2019 haben in und rund um die Offene Kirche Heiliggeist in Bern verschiedene Aktionen zum Projekt «Beim Namen nennen» stattgefunden. Da das Projekt starke Resonanz erhalten und viele Menschen berührt hat, ist die Idee entstanden, das Projekt im 2020 am gleichen Wochenende – 20./21. Juni 2020 – in Bern, St. Gallen, Luzern, Zürich und auch in Basel durchzuführen.

Die Verstorbenen nicht vergessen

Ziel ist es, der verstorbenen Geflüchteten zu gedenken, sie nicht zu vergessen und jeden ihrer Namen (auch NN) auf einem Stoffstreifen sichtbar zu machen und an einer langen Schnur um die Kirche aufzuhängen. Zugleich gibt es einen Aufruf zum Briefeschreiben an den Bundesrat als Protest gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik Europas und der Schweiz. Ein kleines ökumenisches Organisationskomitee, zu dem auch engagierte Privatpersonen gehören, hat über 30 Organisationen und Einzelpersonen gewinnen können und stellt die Aktion in und rund um die Offene Kirche Elisabethen auf die Beine.

Pfarreien und Institutionen machen mit

Das OK tragen in der Region Basel das Evangelisch-reformierte Pfarramt weltweite Kirche BL/BS, die Offene Kirche Elisabethen, das Pastorale Zentrum Katholisch BL, die Spezialseelsorge der Römisch-Katholischen Kirche BS und privat Engagierte. Zu den Mitveranstaltenden und Mittragenden gehören, neben anderen, viele kirchliche und kirchennahe Institutionen wie die Caritas beider Basel, die Christkatholische Kirche BL und BS, die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Kleinbasel, die Israelitische Gemeinde Basel-Stadt, das Katharina-Werk, der Katholische Frauenbund Basel-Stadt, die Ökumenische Seelsorge für Asylsuchende OeSA, der Pastoralraum Allschwil-Schönenbuch, die Seelsorgeeinheit Arlesheim-Münchenstein, der Seelsorgeverband am Blauen, die Pfarreien Binningen-Bottmingen, Birsfelden, Frenkendorf-Füllinsdorf, Bruder Klaus Liestal, Oberdorf, Pratteln oder Reinach.

kh

 

Die Aktion «Beim Namen nennen» beginnt am Samstag, 20. Juni, 12 Uhr, und dauert bis am Sonntag, 21. Juni, 12 Uhr. Mit Namen und Briefeschreiben kann bereits ab 1. Juni begonnen werden. Infos: Monika Hungerbühler, Tel. 079 550 12 12, monika.hungerbuehler@oke-bs.ch, und auf der Homepage www.offenekirche.ch.