Blick auf den Klosterplatz von Mariastein, wie er sich heute präsentiert. | © Torstein Geist
21.01.2021 – Aktuell

Der Klosterplatz soll Gastgeber sein

Kloster Mariastein: Jury hat das Projekt für die Neugestaltung gewählt

Jetzt gibt es eine Vorstellung, wie der Platz vor dem Kloster Mariastein in Zukunft aussehen soll: Die Jury des Wettbewerbs empfiehlt das Projekt des jungen Zürcher Ateliers Ehrenklau Hemmerling zur Weiterbearbeitung. Gelingt es nun, die Finanzierung zu sichern, könnte der Spatenstich Ende 2021 erfolgen.

«Nun wird unser Klosterplatz das, was er sein soll: ein Ort der Begegnung, der Sammlung und der Hinführung zum Heiligtum.» So zitiert die Medienmitteilung des Klosters Abt Peter von Sury zum Ausgang des Wettbewerbs für die Neugestaltung des Klosterplatzes. Aus vier Studien wählte die Jury unter Leitung des früheren Solothurner Kantonsbaumeisters Bernhard Mäusli das Projekt «Maria im Stein – Der Klosterplatz als Gastgeber», das Katharina Ehrenklau und Julia Hemmerling in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Ludivine Gragy vorgelegt haben.

Nicht autofrei, aber parkplatzfrei

Die geplante Aussenpassage auf dem Klostervorplatz als Hinführung zum langen Gang in die Gnadenkapelle. | © zVg

Traditionell heisst der Wallfahrtsort «Maria im Stein». In diesem Sinn will das Projekt auf dem Klosterplatz Steine zur Gestaltung einsetzen. Beim Klostervorplatz sieht es eine offene, aber vom übrigen Raum getrennte Hinführung (Aussenpassage) zum langen Gang zur Gnadenkapelle vor.

Klar ist, dass der Klosterplatz keine Verkehrsdrehscheibe mehr sein soll. Um Gehbehinderten den Zugang zu ermöglichen und aus Sicherheitsgründen müssen Autos weiterhin zufahren können. Ganz autofrei kann der Platz also nicht werden, parkplatzfrei aber schon. Weitere Anliegen sind Einrichtungen zum Schutz vor der Witterung, Sitzgelegenheiten und «Oasen der Musse und Ruhe».

Der grösste Brocken auf dem Weg zur Realisierung ist die Finanzierung: Rund 5 Millionen Franken wird die oberirdische Neugestaltung kosten, für die das Kloster als Bauherr aufkommen muss. Dazu kommen 500’000 Franken für Tiefbauarbeiten, die von der Gemeinde Metzerlen-Mariastein als Grundeigentümerin des Platzes getragen werden. Nach Auskunft von Mariano Tschuor, Projektleiter des Gesamtprojekts «Aufbruch ins Weite – Mariastein 2025», startet die Mittelbeschaffung im Februar. Der Klosterplatz ist ein Teilprojekt von «Mariastein 2025».

Die Finanzierungsfrage, die Weiterbearbeitung des Projekts bis zur Ausführungsreife und das Baubewilligungsverfahren lassen noch keine feste Aussage zu, wann der neue Klosterplatz Realität wird. «Der Spatenstich noch im Gedenkjahr 2021, anderthalb Jahre Bauzeit und die Einweihung im Frühjahr 2023»: Das wäre der Wunsch des Klosters, verrät Projektleiter Mariano Tschuor.

Christian von Arx

 

Das 2018 gegründete Zürcher Atelier Ehrenklau Hemmerling gewinnt den Wettbewerb für die Neugestaltung des Klosterplatzes von Mariastein. Von links: Ludivine Gragy (Landschaftsarchitektin), Katharina Ehrenklau, Silvio Haberthür (Gemeindepräsident von Metzerlen-Mariastein), Abt Peter von Sury, Bernhard Mäusli (Jurypräsident, ehemaliger Kantonsbaumeister), Julia Hemmerling. | © P. Notker Strässle
Das 2018 gegründete Zürcher Atelier Ehrenklau Hemmerling gewinnt den Wettbewerb für die Neugestaltung des Klosterplatzes von Mariastein. Von links: Ludivine Gragy (Landschaftsarchitektin), Katharina Ehrenklau, Silvio Haberthür (Gemeindepräsident von Metzerlen-Mariastein), Abt Peter von Sury, Bernhard Mäusli (Jurypräsident, ehemaliger Kantonsbaumeister), Julia Hemmerling. | © P. Notker Strässle