09.07.2018 – Glossar

Was ist …

… ein nachsynodales Schreiben?

Das päpstliche Dokument Amoris Laetitia, in dem Franziskus im Anschluss an die beiden Bischofssynoden seine Sicht zu Ehe und Familie darlegt, wird als «Nachsynodales Apostolisches Schreiben» oder Exhortatio apostolica bezeichnet. Wenn sich ein Papst an die Bischöfe, an alle Gläubigen oder gar an «alle Menschen guten Willens» wendet, kann er die Form eines Lehrschreibens (Enzyklika, wörtlich: Rundschreiben) wählen oder, wenn das Dokument Rechtsakte beinhaltet, es als Apostolische Konstitution, Dekret, Bulle oder Motu Proprio bezeichnen.
Eine Exhortatio apostolica (wörtlich: Ermunterung) kann als Mahnschreiben bezeichnet werden. Papst Franziskus wählte diese Form auch für Evangelii gaudium.