Foto: Kloster Mariastein
09.06.2018 – Hintergrund

«Zeichen und Wunder» – zwei Ausstellungen in Mariastein

Gibt es Wunder, früher, heute? Bis 31. Oktober sind in Mariastein zwei Ausstellungen zu ­sehen, in welchen Wundern nachgespürt wird. Im Gang zur Mariasteiner Gnadenkapelle sind viele steinerne Votivtafeln (Exvotos) angebracht, zuweilen auch aus anderem Material. Sie bringen zum Ausdruck, dass hier Menschen Hilfe bei Krankheiten, in Lebensnöten oder anderen Bedrängnissen des Alltags erfahren haben, die sie der Fürbitte der Gottesmutter Maria zuschreiben. Die meisten dieser neueren Tafeln enthalten ein kurzes Dankeswort an Maria für erfahrene Gebetserhörung. Ursprünglich waren die Votivtafeln kleine Gemälde, die in einfacher Volkskunst die Not oder das Unglück darstellten, in denen Menschen eine Hilfe erfahren haben, die sie ihrer Überzeugung nach der Muttergottes oder einem Heiligen verdanken. Einige der noch erhaltenen Votivbilder aus früheren Zeiten und Berichte über Gebetserhörungen sind in der diesjährigen Ausstellung des Klosters zu sehen. Die Ausstellung «Votivbilder und ihre Geschichten. Zeugnisse dankbaren Glaubens» (Kurator: Pater Lukas Schenker) ist an Sonn- und Feiertagen im Ausstellungsraum des Klosters Mariastein zu sehen (übrige Tage: an der Pforte melden).

Wie kann in der Fotografie ein Wunder dargestellt werden? Lassen sich fotografisch «Zeichen und Wunder» einfangen? Ist es ein Wunder, wenn ein Lichtstrahl aus einer schwarzen Wolkendecke schiesst und den einzigen Baum des Hügels erleuchtet? Ist ein Neugeborenes ein Zeichen, dass es Wunder gibt? Ist es Lourdes, ein Operationssaal oder Liebe, die ein ganzes Leben andauert? Elf Fotografinnen und Fotografen aus der ganzen Schweiz haben sich auf die Suche gemacht, nach dem Ausdruck, dem Bild des ganz persönlichen Wunders. Die Ausstellung «Als wärs ein Wunder» (Kuratorin: Pia Zeugin, Kunsthistorikerin) im Klosterhotel Kreuz, Mariastein, ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. kh

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