17.09.2020 – Region

 

Vertrauen auf göttliche Gaben

Im Matthäus- und Lukasevangelium (Mt 9,37f; Lk 10,2) lädt Jesus dazu ein, um Menschen zu bitten, welche die Hirtensorge für das Volk Gottes wahrnehmen. Die österliche Kirche öffnet sich im Epheserbrief (4,7–13) dem Vertrauen, dass Jesus als Auferstandener und Erhöhter seine Kirche mit den Gaben solcher Menschen beschenkt. In dieser Spannung steht die Kirche heute. Pastorale Konzepte sind vom Mangel bestimmt. Zugleich sehen wir die Kirche mit Gaben auch in Formen von Charismen und Ämtern beschenkt. Die grosse Frage ist, wie diese Charismen und Ämter, insbesondere wenn es um die Arbeiterinnen im Weinberg geht, eine adäquate Anerkennung und formelle Indienstnahme finden. So gesehen ist statt eines Kreisens um Mangel das Vertrauen auf göttliche Gaben geboten. – «Vertrauen auf göttliche Gaben. Theologisches Plädoyer für eine Umkehr kirchlicher Strukturdebatten»: So der Titel eines Anlasses im Rahmen des Junia-Jahres mit Referat und Diskussion mit Prof. Eva-Maria Faber. Moderation: Béatrice Bowald. Am Mittwoch, 23. September, 18.30 bis 20.30 Uhr, Katholische Universitätsgemeinde kug, Herbergsgasse 7, 4051 Basel.

kh