Die Frauen des Nationalen Komitees von Simbabwe für den Weltgebetstag. | © ©WDPIC
20.02.2020 – Aktuell

Steh auf und geh!

2020 kommt der Weltgebetstag aus Simbabwe

«Ich würde ja gerne, aber …» Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus dem südafrikanischen Land Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 6. März.

Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: «Steh auf! Nimm deine Matte und geh!», sagt Jesus darin zu einem, der schon 38 Jahre lang krank ist. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung. Keine Ausreden mehr: «Geht nicht – gibts nicht!»

Schwieriger Alltag

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen, wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.

Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte, aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.

Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Sie wollen nicht mehr länger untätig zusehen und sagen «Wir können ja sowie nichts ändern …». Jeder einzelne Schritt zählt.

Der Weltgebetstag unterstützt sie und Frauen und Mädchen weltweit mit seinen Projekten in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft.

Liturgien in Basel

In Basel werden die Liturgien in diesem Jahr an verschiedenen Orten gefeiert – jeweils vorbereitet durch ein ökumenisches Frauenteam:

Bereits am Mittwoch, 4. März, gibt es eine Kurz­andacht um 11.45 Uhr im Missionshaus.

Am Freitag, 6. März:
Gemeindezentrum Farnsburgerstrasse 58: 9.30 Uhr
Kirche St. Marien, Holbeinstrasse 30: 11.00 Uhr
Wibrandishaus, Allschwilerplatz 9: 14.30 Uhr
Kirche Kleinhüningen, Dorfstrasse 39: 15.00 Uhr
Diakonissenhaus Riehen: 15.00 Uhr
Stephanus, Furkastrasse 12: 15.00 Uhr
Centre de l’Eglise Française: 19.00 Uhr
Zwinglihaus, Gundeldingerstr. 370: 19.00 Uhr.

In Zusammenarbeit mit Fepa Basel, anschliessend überall ein kleiner Imbiss.

Sylvia Laumen