In der Ausstellung: Zwei Schweizergardisten mit (v.l.) Robert Koletzko, Heinz Armin Simonet, Thomas E. Gullickson und Hermann Beyeler. | © zVg
28.10.2019 – Aktuell

Ausstellung über Schweizergarde eröffnet

Die Päpstliche Schweizergarde sucht Nachwuchs und präsentiert sich in Pratteln

Die öffentliche Berufsausstellung Päpstliche Schweizergarde wurde in Pratteln mit über 350 Gästen eröffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 30. November. Veranstalter ist die die Stiftung «Kunst und Kultur Region Basel» unter Präsident Hermann Alexander Beyeler.

Mit einer Vernissage und viel Prominenz aus Politik, Kirche und Gesellschaft unter den mehr als 350 Gästen wurde in den Räumlichkeiten der Beyeler Collection in Pratteln die aussergewöhnliche Berufsausstellung über die Päpstliche Schweizergarde feierlich eröffnet. «Ich bin überwältigt. Das habe ich nicht erwartet, dass so viele mit der Teilnahme an der Vernissage ihren Respekt bezeugen», sagte Kunstmäzen und Galerist Hermann Alexander Beyeler. Er und Kurator Heinz Armin Simonet haben mit ihrem Team innert vier Monaten die Ausstellung über die Päpstliche Schweizergarde realisiert, von der sich die bisherigen Besucherinnen und Besucher restlos begeistert zeigten. Unter anderem sind in Pratteln noch bis Ende November das Papamobil, verschiedene Waffen und Rüstungen oder die Originalsoutane von Papst Johannes II. zu besichtigen.

Unvergängliche Loyalität

Zu den Gästen an der Vernissage gehörten unter anderen Christoph Graf (Kommandant der Schweizergarde), Erzbischof Thomas E. Gullickson (Päpstlicher Nuntius in der Schweiz), Pietro Maria Paolucci (Konsul Italiens in Basel), Peter Blome (ehemaliger Direktor Antikenmuseum Basel), die Baselbieter Regierungsräte Anton Lauber und Thomas Weber sowie die Nationalrätin Daniela Schneeberger. «Die Schweizergarde ist nicht veraltet. Loyalität ist heute noch ein wichtiges Thema. Und die Loyalität der Schweizergarde ist unvergänglich», erklärte Regierungsrat Anton Lauber. Kommandant Christoph Graf ergänzte: «Die Berufsausstellung hat eine grosse Bedeutung für uns. Wir wollen die Schweizergarde der Bevölkerung bekannt machen. Zudem brauchen wir Nachwuchs und stehen vor dem grossen Projekt einer neuen Kaserne.»

Mauritz von Sury (22) aus Reinach, Schweizergardist in Rom: «Die Ausstellung gibt von der Garde ein genaues Bild ab. Die Menschen, Ausbildung, Dienst, Geschichte, alles wird gezeigt. Nichts fehlt. Ich bin wirklich beeindruckt.» Ex-Gardist Roman Dörr (56) aus Basel, heute Zollexperte: «Eine Sensation! Das muss man gesehen haben. Eine solche Ausstellung habe ich bisher nirgends erlebt. Sie zeigt die Wirklichkeit der Schweizergarde. Da steckt enorme Arbeit dahinter.»

Erster Talk mit Gardisten

An der öffentlich und kostenlos zugänglichen Berufsausstellung fand am Eröffnungstag der erste Talk in der Reihe «Garde Persönlich» statt, bei der interessante Persönlichkeiten interviewt werden. Meinrad Stöcklin sprach mit dem Gardisten Mauritz von Sury, dem Baselbieter Landratspräsidenten Peter Riebli sowie dem Vatikankenner Robert Koletzko. Weitere Gäste in den nächsten Wochen sind Schweizergarde-Kommandant Christoph Graf, Abt Peter von Mariastein, Zirkuspfarrer Ernst Heller, weitere Politiker und Gardisten sowie Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen. Diese Talks finden jeden Samstag zwischen 11 und 12 Uhr statt. Der Eintritt dazu ist frei, im Anschluss daran steht ein Apéro bereit.

Grosszügige Ausstellung

In der Galerie werden auf 1100 Quadratmetern Auftrag, Ausbildung, Alltag, Kultur und Geschichte der Päpstlichen Garde gezeigt. Dies geschieht nach Vereinbarung mit dem Vatikanstaat. Ohne gute Beziehungen in den Vatikan wäre die Berufsausstellung Päpstliche Schweizergarde in Pratteln nicht möglich geworden. Die Aussenmauern der Galerie in Pratteln sind mit einer 12 Meter hohen und 35 Meter breiten Monumentalillustration der Päpstlichen Schweizergarde eingekleidet. Möglicherweise ist dies die weltweit grösste Visualisierung der Päpstlichen Schweizergarde überhaupt.

Die Berufsausstellung ist noch bis 30. November täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet (Freitag bis 19.00 Uhr). Der Eintritt ist frei, Gruppenführungen sind nach Absprache mit dem Kurator Heinz Simonet jederzeit möglich (Telefon 061 825 24 00). Weitere Informationen gibt es laufend auf www.kunstundkulturregionbasel.ch.

Medienmitteilung / kh