Unterstützung aus Bettagskollekte erhält zum Beispiel das ökumenische Projekt «Gottwärts» im Kloster Einsiedeln – die Bildcollage zeigt die Mitglieder des Organisations­komitees. | © zVg/IM
13.09.2018 – Aktuell

Kirchliche Solidarität mit Schwächeren

Die Bettagskollekte 2018 unterstützt auch ökumenische Projekte

Wie jedes Jahr steht die Bettagskollekte im Zeichen der Solidarität mit den Schwachen in der katholischen Kirche unseres Landes. Traditionsgemäss wird an diesem Feiertag die Kollekte für die Inländische Mission aufgenommen.

Drei Projekte stehen am Bettag stellvertretend für die gesamte Seelsorgehilfe, welche die Inländische Mission in diesem Jahr mit 90 Projekten in der ganzen Schweiz leistet. Diese Projekte sind das ökumenische Projekt «Gottwärts» am Bettagswochende im Kloster Einsiedeln, ein Nähatelier und weitere Projekte für Randständige in Genf und das Festival «Metanoia» in St-Maurice. Mit der landesweiten Spendenaktion engagiert sich die Inländische Mission für die Solidarität unter den Schweizer Katholikinnen und Katholiken.

Im Kloster Einsiedeln unterstützt die Inländische Mission 2018 das ökumenische Projekt «Gottwärts»: Über das Bettagswochenende vom 15./16. September sind junge Christinnen und Christen zwischen 18 und 35 Jahren aus allen christlichen Konfessionen eingeladen, sich im Glauben an Gott zu stärken und miteinander zu feiern.

In Genf unterstützt die Inländische Mission seit 2016 die Eröffnung und Weiterführung einer ökumenisch geführten Anlauf­stelle für Obdachlose und weitere christlich geprägte Hilfsprojekte für Benachteiligte. Ausserdem finanziert sie wichtige Weiterbildungen für Notfallseelsorger, ein Musikprojekt für Jugendliche und Filmvorführungen mit Diskussionen, die auch Menschen am Rande der Kirche erreichen.

Für die ganze Westschweiz bedeutsam ist schliesslich das Festival «Metanoia/Umkehr», das mit einem breiten Spektrum von Gottesdiensten und Anlässen auf der Hinrichtungsstätte der Thebäischen Märtyrer bei St-Maurice Mitte Juli während einer ganzen Woche viele Leute angezogen und begeistert hat.

Anstoss zum Danke-Sagen

Die Schweizer Bischöfe empfehlen die Bettagskollekte den Katholikinnen und Katholiken des Landes an und danken für ihre Solidarität. «Der Dank-, Buss- und Bettag ist ein guter Anstoss zum Danke-Sagen, Sich-Besinnen und zum Beten», schreibt die Bischofskonferenz in ihrem Aufruf zur Bettagskollekte 2018. «Ein konkretes Zeichen des Dankes drückt sich in der kirchlichen Solidarität mit Schwächeren aus.»

Mit dem Ertrag der Bettagskollekte unterstützt die Inländische Mission 90 Seelsorgeprojekte in finanziell schlecht gestellten Regionen, Pfarreien und Bistümern.

Ausserdem werden bis heute Seelsorger und Seelsorgerinnen unterstützt, die wegen zu kleinen Gehalts oder aus Krankheitsgründen auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. Für beide Bereiche wendet die Inländische Mission pro Jahr eine Million Franken auf.  kh