09.07.2018 – Glossar

Was ist …

… ein Kirchenvater?

Die ersten christlichen Jahrhunderte waren von theologischen Auseinandersetzungen um zentrale Fragen des Glaubens geprägt. Als Kirchenväter wurden seit dem 5. Jahrhundert Theologen, zumeist Bischöfe, bezeichnet, bei welchen man den Glauben der Apostel treu bewahrt sah. Die Kirchenväter gelten als erste Interpreten der Bibel und werden bis in die Gegenwart hinein in der Theologie zitiert. Die theologische Disziplin, die sich mit den Lehren der Väter ­befasst, ist die Patristik oder Patrologie. Sprache der Kirchenväter war im 2. Jahrhundert das Griechische, später Latein. Die Zeit der ­Ki­r­chen­väter endet im 8. Jahrhundert. Spätere Theologen mit ähnlicher Bedeutung für die
Kirche werden als Kirchenlehrer geehrt. Die ­berühmtesten abendländischen Kirchenväter sind Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor.