Blick in die Weihnachtsausstellung im Landesmuseum in Zürich. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf Krippen aus der Schweiz, die in winterlichem Ambiente präsentiert werden. |© © Schweizerisches Nationalmuseum
10.12.2020 – Aktuell

Historische Krippen im verschneiten Wald

Die Weihnachtsausstellung im Landesmuseum zeigt Krippen aus der Schweiz

Die Weihnachtsausstellung gehört seit Jahren fest zum Programm des Landesmuseums. In diesem Winter liegt der Fokus auf Krippen aus der Schweiz. Die Ausstellung dauert bis am 10. Januar 2021.

Man wähnt sich fast in einem winterlichen Nadelwald, wären da nicht die goldenen Hirsche und Hasen. Die plakative Gestaltung mit silhouettenhaften grafischen Elementen steht in wirkungsvollem Kontrast zu den historischen Ausstellungsobjekten. Geordnet sind die rund 25 Krippen nach ihrem Material.

Die Geburt von Jesus wird in der Schweiz seit dem 17. Jahrhundert mit Krippenfiguren dargestellt. Dabei verwendete man unterschiedliche Materialien: von Wachs über Stoff bis zu Ton. Im 17. und 18. Jahrhundert fanden sich die Figuren vorwiegend bei reichen Familien, da sie von Hand und einzeln gefertigt wurden. Erst mit einer steigenden Produktion von Krippen aus Papier Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Verbreitung in weiteren Kreisen der Bevölkerung. Diese Papierkrippen waren sehr beliebt und einfach auf- und abzubauen. Sie wurden deshalb später im Volksmund auch «Faulenzerkrippen» genannt.

Einer der Schwerpunkte der Ausstellung liegt auf Objekten aus Frauenklöstern. Ergänzt werden die Krippen von historischen Adventskalendern. Die Auswahl reicht vom frühesten Exemplar mit kindlichen Bildern, erfunden von Gerhard Lang und Ernst Kepler Anfang des 20. Jahrhunderts, über den ersten gefüllten Kalender, entworfen von Dora Baum, bis hin zu aktuellen Exemplaren.

kath.ch / Schweizerisches Landesmuseum