15.07.2019 – Vatikan

Fall Orlandi bleibt mysteriös

Das Rätselraten um die vor 36 Jahren verschwundene Emanuela Orlandi geht weiter. Grabungsarbeiten auf dem deutschen Friedhof im Vatikan verliefen negativ. Bei der Öffnung von zwei Gräbern seien weder menschliche Überreste noch Urnen gefunden worden, teilte Vatikansprecher Alessandro Gisotti. Die Inhalte der beiden Gräber könnten aber in den 1960er- und 1970er-Jahren umgesiedelt worden sein. Weitere Untersuchungen hätten zu den Beinhäusern im benachbarten Priesterkolleg geführt. Die dabei gefundenen Knochen werden nun gemäss Gisotti gutachterlich untersucht. Dies erfolge unter Aufsicht der vatikanischen Gendarmerie und in Anwesenheit des von der Familie Orlandi bestellten Genetikers. Emanuela Orlandi, Tochter eines Vatikanangestellten, war 1983 im Alter von 15 Jahren spurlos verschwunden.