28.01.2019 – Region

Evolution als permanente Schöpfung

Am Dienstag, 12. Februar, 19.30 Uhr, lädt das Ökumenische Forum Ethik und Gesellschaft, Muttenz, zu einem Vortrag mit dem Nobelpreisträger Prof. Werner Arber im Kirchgemeindehaus Feldreben, Feldrebenweg 12 in Muttenz.

Die grosse Vielfalt heutiger Lebewesen auf der Erde hat sich in 3 Milliarden Jahren, ausgehend von einzelligen Bakterien, allmählich schrittweise entwickelt. Neuere Forschungsergebnisse über diesen Prozess der stetigen, permanenten Evolution der Lebewesen in den sich ebenfalls langsam verändernden Lebensbedingungen erklären uns, wie das Erbgut der Lebewesen schrittweise mutiert und dabei ständig dem Prozess der natürlichen Selektion unterworfen wird. Unerwarteterweise spielen dabei Produkte von im Genom getragenen sogenannten Evolutionsgenen regulierende Rollen. So bringt es die Natur fertig, die genetische Stabilität in Populationen zu sichern, ohne die biologische Evolution zu beeinträchtigen.

Abschliessend soll die von den Menschen dem Schöpfer zugeschriebene Rolle in der Evolution diskutiert werden. Werner Arber forschte und lehrte von 1971 bis 1996 als Professor für Molekulare Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Basel und war einer seiner Gründungsväter. 1978 wurde er mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geehrt. Arber war zudem Rektor der Universität Basel. 2011 wurde er zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt.  kh