Der Jubilar August Berz in einer Aufnahme aus dem Jahr 2005. | © Archiv Pfarrblatt Bern
10.01.2019 – Aktuell

Er bettelte für die Franziskuskirche

August Berz, ehemals Vikar in Riehen, feierte seinen 100. Geburtstag

Der älteste Priester des Bistums Basel, August Berz, wurde am 29. Dezember 100-jährig. Seine erste Stelle nach der Priesterweihe 1943 war das Vikariat in Riehen. Für den Neubau der Franziskuskirche warb er als Bettelprediger in der ganzen Schweiz.

 

Die ältere Generation der Pfarrei St. Franziskus in Riehen erinnert sich gerne an den eifrigen Vikar Berz, der von 1943 bis 1950, zuerst im Herz-Jesu-Kirchlein, dann nach seinen vielen Bettelpredigten im ganzen Schweizerlande noch kurze Zeit in der neuen St. Franziskuskirche am Pfaffenloh wirkte. Freude bereitete er, wenn er später immer wieder in seinem ersten Wirkungskreis zu Besuch war.

Nach dem Vikariat in Riehen wurde August Berz als Katechet nach Bremgarten berufen. Dies war das Sprungbrett für seine 25 Jahre als Regens am Priesterseminar Salesianum in Fribourg. In einem Zeitpunkt, da andere in Pension gehen, übernahm August Berz die Pfarrei Ins mit allen umliegenden Gemeinden im Berner Seeland. Auch als Resignat betreute er noch viele Jahre diese Pfarrei, bis die ersten Altersbeschwerden den Umzug in sein Eltern- und Geburtshaus in Wettingen erforderten.

Als ältester Priester des Bistums Basel durfte er am vergangenen 30. Dezember, dem Fest der Heiligen Familie, in seiner weihnächtlich geschmückten Primizkirche in Wettingen den 100. Geburtstag feiern. Felix Gmür, Bischof von Basel, Markus Büchel, Bischof von St. Gallen, und Alt-Pfarrer Clemens Ramsperger feierten für ihn den Festgottesdienst in der Kirche St. Sebastian. Bischof Felix Gmür würdigte in seiner Predigt die Verdienste des hundertjährigen August Berz.

 

Grussbotschaft von Kardinal Koch

Zum 100. Geburtstag erreichte den Jubilar eine ausführliche und sehr persönliche Grussbotschaft aus Rom von Kardinal Kurt Koch. Neben den verschiedenen Aufgaben des priesterlichen Lebens- und Berufswegs von August Berz hebt der Kardinal darin dessen grosse Arbeit als Übersetzer von vielen theologischen Schriften und Beiträgen hervor, wegen der er von seinem Vorgänger als Regens im Salesianum in Fribourg als «Goldener Theologe» bezeichnet worden sei. Wörtlich schreibt Kardinal Koch: «Deine Theologie spricht die Menschen deshalb an, weil sie spüren, dass sie von einer tiefen Spiritualität geprägt ist und den Menschen helfen will, mit Gott zu leben. Titel von verschiedensten Deiner Bücher wie ‹Mit Gott ins heute›, ‹Als Christ in den Tag› und ‹Mit Gott durch das Leben› bezeugen, worum es Dir in Deinem priesterlichen und theologischen Wirken gegangen ist und geht.»

Kardinal Koch schliesst seine Gratulation für August Berz mit den Worten: «Ich durfte Dir begegnen als einem Menschen mit frohem Herzen, als einem tiefgläubigen Christen, als einem glaubwürdigen Priester und als einem überzeugenden Theologen und ich wurde in solchen Begegnungen immer reich beschenkt. Dazu wünsche ich Dir alles Gute und Gottes begleitenden Segen und grüsse Dich herzlich aus Rom. – Dein Kurt Cardinal Koch.»

Hans Baur, Basel