Beim baselstädtischen Begegnungs- und Entwicklungstag in St. Joseph war auch die Begegnung im ­Gespräch ein wichtiger Aspekt. (Foto: Regula Vogt-Kohler)
03.02.2018 – Hintergrund

Gemeinschaft in der Vielfalt

Dritter Begegnungs- und Entwicklungstag in Basel-Stadt

Auf dem Weg zum Pastoralraum Basel-Stadt haben die Pfarreien und Gemeinschaften einen weiteren Meilenstein passiert. Am dritten Begegnungs- und Entwicklungstag ging es um die Umsetzung der Schwerpunkte, aber auch um den Austausch im Gespräch.

Der Countdown läuft: Am Samstag, 9. Juni, um 17.30 Uhr, beginnt in St. Anton der Gottesdienst anlässlich der offiziellen Errichtung des Pastoralraums Basel-Stadt. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. So stand für die Sitzung des Dekanatsvorstands am 30. Januar die Verabschiedung des Pastoralraumkonzepts an. Wichtiger Bestandteil dieses Konzepts sind die pastoralen Schwerpunkte mit ihren strategischen Zielsetzungen. Die Auseinandersetzung damit und die Verortung der eigenen Arbeit innerhalb dieser Schwerpunkte waren Ziel des dritten Begegnungs- und Entwicklungstages. Die Rückmeldungen machten deutlich, dass die Krux bei der Umsetzung liegt, und die künftigen fünf Seelsorgeräume auf ihrer gemeinsamen Reise nicht alle am gleichen Ort stehen.

Die Zusammenarbeit unter den Gruppierungen funktioniere schon sehr gut, aber in spiritueller Hinsicht passiere noch sehr wenig Gemeinsames, hiess es aus St. Anton zum Schwerpunkt Gemeinschaftsbildung. Man strebe deshalb einmal jährlich einen gemeinsamen Anlass mit spirituellem Inhalt an. Aus Allerheiligen/St. Marien wurde betont, dass die Freiwilligen die Kraft seien, welche die Umsetzung ermögliche. Die Freiwilligen sollen deshalb gepflegt werden. Heiliggeist ist beim Schwerpunkt Diakonie der Zusammenhalt von Alt und Jung ein Anliegen. In St. Clara, wo besonders viele Nationen und Kulturen vertreten sind, ist die Integration ein wichtiges Thema. Aus St. Franziskus war nichts zu den Schwerpunkten zu vernehmen. «Wir haben andere Probleme!» Konkret handelt es sich dabei um die Vakanz in der Leitung. Was die Partnerschaft von Pfarrei St. Franziskus und kroatischer Mission angeht, ist von punktueller Zusammenarbeit die Rede.

Auf einen besonderen Aspekt machte Tobias Fontein von der Bistumsregionalleitung aufmerksam. Sinn der Schwerpunkte sei es, Akzente zu setzen. Das bedeutet ganz konkret auch, dass einiges nicht mehr im gleichen Ausmass oder gar nicht mehr möglich ist. Fontein sprach von Abschiedskultur, die sich aus der Frage «Was machen wir denn nicht mehr?» ergibt. Der Blick in andere Pastoralraumkonzepte habe gezeigt, dass dies ein in die Zukunft verschobener Schwachpunkt sei. Verzichten können alle auf zusätzliche Gremien. «Nur wenn damit der Seelsorgerat ersetzt wird» – so lautete der Tenor zum geplanten Pastoralraumrat. So ist es gemäss Statut auch vorgesehen. Der Pastoralraumrat soll Pastoralraumleitung und -team in Fragen, die den ganzen Pastoralraum betreffen, beraten.

Regula Vogt-Kohler

Helfen fürs Fest

Am 9. Juni steigt nach dem Errichtungsgottesdienst im Hof von St. Anton ein grosses Fest, zu dem 800 bis 1000 Personen erwartet werden. Bereits bestellt sind ein Zelt, Tische, Bänke, eine Bühne sowie Getränke. Unterstützung braucht es noch für Aufbau, Getränketransport und Essen. Infos dazu gibt es bei Heinzpeter Mooren (heinzpeter.mooren@balcab.ch; 079 303 49 19). rv