Das Studentenwohnheim Borromäum am Byfangweg 6 in Basel. | © SJ-Bild
18.10.2021 – Aktuell

Studentenwohnheim in Basel wird Ende 2024 aufgegeben

Die Jesuiten haben entschieden, das Borromäum in drei Jahren zu schliessen

Die Jesuiten schliessen Ende 2024 nach mehr als 100 Jahren das Basler Studentenwohnheim Borromäum, der Orden selber bleibt aber aktiv in der Stadt.

Der Gebäudekomplex am Byfangweg 6 wurde in den 1960er-Jahren gebaut und muss nun saniert oder neu gebaut werden. Über die weitere Nutzung wird noch entschieden.

Nicht nur der Zustand des Gebäudes, sondern auch die Anzahl der Jesuiten in Basel hat zu dieser Entscheidung geführt. Waren bis vor einigen Jahren noch rund 15 Jesuiten präsent, sind zurzeit nur noch vier Patres in der Stadt tätig, aus vier Generationen zwischen 39 und 94 Jahren. «Wir bleiben in Basel weiterhin aktiv, aber der Rückgang der Ordensmitglieder führt zu einer Konzentration unserer Kräfte. Wir engagieren uns nun vor allem in der Studierendenseelsorge, dem Fachbereich Bildung und Spiritualität der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt und in der Exerzitienarbeit», erklärt der Obere der Jesuitenkommunität in Basel, P. Martin Föhn SJ. Bereits seit dem Sommer 2020 lebt die Jesuitenkommunität im katholischen Studentenhaus an der Herbergsgasse 7.

Das Borromäum blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Über mehr als 100 Jahre hat das von den Jesuiten gegründete und geführte Borromäum eine bedeutende Rolle für die katholische Kirche in Basel gespielt; nicht nur als Wohnheim für Lehrlinge und Studierende, sondern auch als Zentrum für Jugendliche wie Jünglingsverein, Jungwacht und Pfadfinder. Für Gymnasiasten wurde Religionsunterrichtunterricht angeboten. Das «Borri» war lange Zeit verbunden mit der Pfarrei St. Marien, wo die Patres als Seelsorger wirkten. Es galt als eines der ersten Kinos der Stadt.

kh