Moshe Baumel (31) ist der 7. Rabbiner der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB). | © zVg
31.05.2019 – Aktuell

Basler Rabbiner als geistlicher Zukunftsträger des Judentums ausgezeichnet

An der Generalversammlung der Konferenz Europäischer Rabbiner in Antwerpen hat Rabbiner Moshe Baumel (31) von der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) am 13. Mai eine Auszeichnung als «junger geistlicher Zukunftsträger des Judentums» erhalten. Die Auszeichnung werde an Rabbiner unter 45 Jahren vergeben, «die ihre Gemeinden enthusiastisch und innovativ führen», berichtete das jüdische Wochenmagazin «Tachles». Der Präsident der IGB, Manuel Battegay, hat laut «Tachles» betont, es sei dem Rabbiner gelungen, «sowohl sehr aktive wie auch bis anhin weniger involvierte Gemeindemitglieder für die IGB zu begeistern», zum Beispiel habe er für die Frauen Gottesdienste interessanter gestaltet. Die orthodox geprägte Konferenz der Europäischen Rabbiner vertritt nach eigenen Angaben rund 700 Rabbiner von Dublin bis Wladiwostok.

Der in Vilnius geborene und in Berlin aufgewachsene Moshe Baumel war 2015 im Alter von 27 Jahren von der IGB zu ihrem 7. Rabbiner gewählt worden. Nach der Ordination zum Rabbiner in Berlin arbeitete und studierte er in Wien, Osnabrück und Manchester. Nach sechsjähriger Forschungstätigkeit wurde er am 27. März 2019 von der Universität Basel zum Dr. phil. des. promoviert. In seiner Dissertation, die von Prof. Dr. Alfred Bodenheimer vom Institut für Jüdische Studien Basel betreut wurde, geht es um ein mögliches Bildungsideal für die Rabbinerausbildung für jüdische Einheitsgemeinden auf der Basis von halachischen Responsen des Rabbiners Dr. Hoffmann, des Lehrers der früheren Rabbiner der IGB Arthur Cohn und Arthur Weil, aus dem 20. Jahrhundert. Baumels Dissertation soll in naher Zukunft veröffentlicht werden.

kath.ch/kh