Buntes Treiben vor dem Basler Münster bei der letzten Ausgabe der Herbstmesse im November 2019. | © Regula Vogt-Kohler
01.07.2020 – Aktuell

Basler Herbstmesse abgesagt

Wegen Corona kann die grösste Vergnügungsmesse der Schweiz nicht stattfinden

Wegen der Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken, kann die Basler Herbstmesse in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Dies hat der basel-städtische Regierungsrat am 30. Juni entschieden.

D’Mäss, wie sie in Basel genannt wird, zieht jeweils rund eine Million Besucherinnen und Besucher an. Insbesondere an den Wochenenden rechnen die Veranstalter mit mehr als 100 000 Personen pro Tag. «Diese Publikumsgrösse ist für die Durchführung einer Innenstadtmesse in Zeiten von COVID-19 nicht verantwortbar», heisst es in der Medienmitteilung des Regierungsrates des Kantons Basel-Stadt. Bis zuletzt habe Hoffnung bestanden, dass die Basler Herbstmesse stattfinden könne. Es seien deshalb alle Möglichkeiten für eine sichere Durchführung geprüft worden.

Auftakt zu Jubiläumsjahr

Die Herbstmesse sei ein wichtiges Kulturgut und ein bedeutender Traditionsanlass von nationaler Bedeutung, hält der Regierungsrat weiter fest. In diesem Jahr hätte die Herbstmesse das Jubiläumsjahr anlässlich ihres 550-jährigen Bestehens einläuten sollen. Nach den Sommerferien will der Regierungsrat darüber informieren, in welchem Rahmen der Auftakt des Jubiläumsjahres erfolgen soll.

Nicht die erste Absage

Die diesjährige Absage ist nicht die erste in der 550-jährigen Geschichte der Basler Herbstmesse: Bereits in den Jahren 1721 und 1722 musste die Herbstmesse wegen der Pest und im Jahre 1831 wegen der Cholera-Epidemie abgesagt werden. 1918 musste sie wegen der Spanischen Grippe pausieren.

rv