Die Ladärne der Alti Garde der Sans Gêne thematisiert Tod und Vergänglichkeit anhand von Baselworld und Muba. | © Christian von Arx
18.03.2019 – Aktuell

Basler Aeschestraich – der Bogen zwischen Fasnacht und Ostern

Fasnacht und Fastenzeit müssen keine Gegensätze sein: Das zeigte zum 11. Mal der Basler Aeschestraich vom Freitag nach der Fasnacht. Mit dieser Feier in der Predigerkirche gestalten die christkatholische und die römisch-katholische Kirche Basels den Schritt «vom wichtigsten Basler Feiertag zum wichtigsten christlichen Fest», wie Diakonin Karin Schaub sagte. Ein Saxophonsolo eröffnete, dann erfüllten Trommler und Pfyffer der Alti Garde der Sans Gêne den 750-jährigen Kirchenraum. Monika Hungerbühler, Leiterin der Offenen Kirche Elisabethen, lud alle ein, mit Singen, Zuhören und Besinnen sich neu auszuloten und auf Gott zu hören.

Im Zentrum stand die Ladärne der Sans Gêne: Ein Totentanz mit «Uhrknall» und Sensenmann zum Niedergang der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld und zum Abschied von der Muba. «Die Fasnacht kann das: Den Tod thematisieren, ohne dass es Angst macht», sagte Pfarrer Michael Bangert in seiner Betrachtung. «Das schlägt den Bogen zwischen Fasnacht und Ostern.» Bangert erinnerte an die Tradition des Osterlachens: «Die christliche Botschaft soll nicht bedrücken, sondern uns zu Heiterkeit und zum Lachen führen.» So nahmen viele Anwesende das Aschekreuz mit der Erinnerung, dass wir aus Erde sind und zur Erde zurückkehren werden, fröhlich entgegen. Die beziehungsreiche klezmerische Harmonik des Klarinettisten Georges Müller trug das Ihre dazu bei.

Christian von Arx