Nadia Bolz-Weber. | © Martin Frick
26.11.2020 – Aktuell

An Heiligabend hat Basel eine offene Weihnachtskirche

«Beer & Hymns» – Glühwein und Weihnachtssegen in der Offenen Kirche Elisabethen

Am Heiligen Abend, 24. Dezember, zwischen 21.00 und 24.00 Uhr, findet in der Offenen Kirche Elisabethen in Basel kein Gottesdienst statt, aber die Seelsorgenden sind anwesend. Man kann kommen und gehen, wann und so lange man möchte.

Die Offene Kirche Elisabethen feiert am Heiligen Abend keine «Weihnachtsnacht»-Feier, wie sie seit ihrem Beginn 1994 am 24. Dezember um 23 Uhr gefeiert wurde, sondern öffnet die Türen von 21 bis 24 Uhr für Laufkundschaft – Menschen, die nach dem üppigen Weihnachtsessen und allfälligem Geschenkesegen noch frische Luft schnappen wollen und sich abseits von zu Hause einen Absacker genehmigen und den Weihnachtssegen zugesprochen bekommen wollen. «Denn da muss noch etwas sein!»

Die Leitung der OKE hat sich bewusst gegen zwei oder drei Feiern für je 50 Menschen mit Anmeldung entschieden, sondern für ein offenes Weihnachtshaus in der Basler City mit der modernen Krippe der Künstlerin Dorothee Rothbrust, mit weihnächtlicher Musik, gespielt von Lukas Loss am Flügel, für einen persönlich gespendeten Weihnachtssegen. Inspirieren liess sie sich dazu von der lutherischen Pastorin Nadia Bolz-Weber, die viele Jahre ins von ihr gegründete «House for all Sinners and Saints» zu einer unkonventionellen Form der Weihnachtsfeier einlud: «Beer & Hymns» – Weihnachtslieder und Bier.

In der OKE wird es zwar kein Bier geben, aber einen Becher Glühwein oder Glühpunsch. Das passt zur Weihnachtsgeschichte, zum Licht, das zur Welt kommt, zur Stille der Nacht, zum Gewahrwerden des Glanzes der Heiligen Ruah, die überall schimmert.

kh

 

Ein Text von Monika Hungerbühler und Frank Lorenz, dem Leitungsteam der Offenen Kirche Elisabethen, zu «‹Beer & Hymns› – Glühwein und Weihnachtssegen» ist online im Theologischen Feuilleton feinschwarz.net zu lesen.