Ausgabe 49, 30. November bis 6. Dezember 2013

Welt

Bischöfinnen in der anglikanischen Kirche
Die anglikanische Kirche in England möchte Frauen zum Bischofsamt zulassen. Bei der Generalsynode stimmten 378 Delegierte für und 8 gegen einen solchen Schritt. Ein Drittel des anglikanischen Klerus in England ist inzwischen weiblich. Die endgültige Entscheidung fällt in England erst im Juli 2014. Dann müssten alle drei Häuser der Synode – Bischöfe, Geistliche und Laien – mit einer Zweidrittelmehrheit grünes Licht geben. Auch die anglikanische Kirche Australiens hat mit Sarah Macneil erstmals eine Frau zum Diöze­sanbischof gewählt.

Weltweite Ächtung der Prostitution
Im Rahmen des Dies Academicus der Theologischen Hochschule Chur (THC) hat die deutsche Ordensfrau Lea Ackermann zu einer weltweiten Ächtung der Prostitution aufgerufen. Die 76-Jährige geht gemäss Medienmitteilung davon aus, dass Politik und Kirche eine Verantwortung haben, Widerstand leisten und für Abhilfe sorgen müssten. Ackermann kämpft seit Jahrzehnten gegen die global organisierte Ausbeutung von Frauen. 1985 gründete sie in Kenia den Verein Soldowi (Solidarity with Women in Distress), der bis heute Ausstiegshilfen und Beratung für kenianische Prostituierte anbietet.

Vatikan

Keine Erklärung für Naturkatastrophen
Laut den Worten von Papst Franziskus kann der Mensch nach verheerenden Naturkatastrophen wie auf den Philippinen nicht auf Erklärungen hoffen. Warum diese Dinge passieren würden, könne er nicht erklären, meinte Franziskus bei einem Treffen mit der philippinischen Gemeinde Roms im Petersdom. Es gebe viele Dinge, die man nicht verstehen könne. Der Papst segnete an diesem Tag das Mosaik des heiligen Pedro Calungsod, eines als Märtyrer gestorbenen Katecheten des Inselstaates, der vor einem Jahr von Papst Benedikt XVI. zur Ehre der Altäre erhoben worden war.

Papst gedenkt Hungersnot in der Ukraine
Papst Franziskus hat der Millionen Opfer der grossen Hungersnot in der Ukraine vor 80 Jahren unter Stalin gedacht. Zum Angelus­gebet auf dem Petersplatz begrüsste er eine Gruppe aus der Ukraine und erinnerte an den 80. Jahrestag des sogenannten Holodomors, der Tötung durch Hunger, welchem 1932 und 1933 nach Schätzung 3,5 Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren. Seit ihrer Unabhängigkeit bemüht sich die Ukraine um eine internationale Anerkennung der Hungersnot als Völkermord.

Schweiz

Immer weniger heiraten kirchlich
Die vom Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) veröffentliche Kirchenstatistik 2013 zeigt bekannte Trends und überraschende Befunde. So nimmt die Dominanz der beiden grossen Landeskirchen weiter ab, während die Zahl der Konfessionslosen zugenommen hat. Heute sind noch zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung katholisch oder reformiert. Überraschend jedoch ist, dass sich immer weniger Katholiken und Reformiert das Ja-Wort in der Kirche geben. Noch mehr als reformierte schrecken katholische Paare davor zurück. Auffallend ist ausserdem, dass es den meisten Eltern nach wie vor wichtig ist, ihre Kinder taufen zu lassen.

Medienpreis für Jugendmagazin
Die Redaktionsleiterin des Kinder-und Jugendmagazins «Tut», Annett Staubach, erhält den Medienpreis der Schweizerischen Diabetes-Stiftung 2013. Die Redaktion bekommt die Auszeichnung für den Artikel zum Thema «Zucker», in dem ein heute 15-jähriges Mädchen porträtiert wird, die wie ihre Schwester an Diabetes erkrankt ist. Das Kinder- und Jungendmagazin erscheint monatlich und wird von Caritas-Schweiz, Fastenopfer, Mission und Jungwacht Blauring Schweiz herausgegeben.

Region

Vesperfeier im Basler Münster
Am Sonntag, 1. Dezember, um 17.30 Uhr findet zum 15. Mal eine ökumenische Vesper zum ersten Advent im Basler Münster statt. Es treffen sich Menschen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz in der reformierten Basler Hauptkirche. Seit 1999 laden die Kirchen am Rheinknie (KIRK) jährlich am ersten Adventssonntag zu einem grenzüberschreitenden und konfessionsverbindenden Gottesdienst.

Krippenausstellung in der Propstei
«Wo Gott und Mensch sich einig sind: in einem Kind!» Unter diesem Motto sind in der Propstei Wislikofen während der Adventszeit über dreissig Krippen anzuschauen. Alles sind Leihgaben von Familien aus dem Studenland. Unterschiedlichste Krippen aus der Schweiz, Oberbayern, der Provence oder aus Israel geben einen Einblick in die Krippen­frömmigkeit unserer Tage. Im Foyer der Propstei wird die Ausstellung am 30. November um 18.00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Sie dauert bis zum 20. Dezember und ist von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie Sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Sich für eine sinnvolle Sache engagieren
«Tischlein deck dich» sammelt als führende Schweizer Lebensmittelhilfe Ware ein, welche zwar einwandfrei, jedoch nicht mehr verkäuflich ist, und verteilt sie an 86 Abgabe­stellen in allen Landesteilen der Schweiz direkt und kontrolliert an bedürftige Menschen. Für die Abgabestelle in der Elisabethenkirche Basel werden jetzt freiwillige Männer gesucht. Zur Tätigkeit gehören: Produkte ent­gegennehmen und bereitstellen, Produkte
an bezugsberechtigte Personen verteilen, sowie Aufräumen und Reinigen der Abgabelokalität. Die Zeitinvestition beträgt pro Woche maximal 2,5 Stunden, wobei der Einsatztermin frei gewählt werden kann. Interessierte können sich melden bei Edith Steiner, Ab­gabestellenleiterin Basel, Tel. 061 733 05 75,
E-Mail edith-steiner@bluewin.ch.

SMS-Adventskalender
Die kirchliche Fachstelle Jugend in Solothurn, juse-so, bietet gemeinsam mit der Jugendseelsorge Uri einen SMS-Adventskalender an. Vom 1. bis zum 24. Dezember bekommt man jeden Tag einen kurzen Text zum Nachdenken, Schmunzeln und Geniessen. Die SMS-Texte stammen von Jugendlichen und stehen unter dem Motto «Mensch». Mit einer SMS an die Nummer 880 und dem Vermerk «juseso advent start» kann man den Adventskalender abonnieren. Es ist auch möglich selber Texte zu verfassen. Diese dürfen maximal 150 Zeichen beinhalten und müssen an sekretariat@juse-so.ch mit den Angaben zu Alter, Name und Adresse gesendet werden. Unter allen 24 veröffentlichten SMS-Texten werden Kinogutscheine verlost.

 

ZUM THEMA

  • Chagalls «Jahre des Durchbruchs» im Kunstmuseum Basel

    Der Eiffelturm als Zeichen schier unbegrenzter Freiheit, ausdrucksstarke Porträts von orthodoxen Juden in rot, grün oder leuchtendem Gelb, grüblerische Selbstporträts: Das Kunstmuseum Basel zeigt in seiner neuen Ausstellung die «Jahre des Durch­bruchs 1911–1919» des jüdischen, russisch-französischen Ausnahmekünstlers Marc Chagall (1887–1985). >> mehr...

  • Die Reue ist ein starker Kick

    Ich möchte eine Herzensregung erwähnen, die uns allen bestens bekannt ist: Die Reue. In diesem starken, höchstpersönlichen Gefühl vermengt sich manch Widersprüchliches. Vielleicht verbindet sich mit der Reue der Wunsch nach Wiedergutmachung, ein Hoffnungsfunke, doch noch eine Chance zu erhalten, die Bereitschaft, ein Zeichen des guten Willens zu setzen. >> mehr...

 

Kirche heute
Innere Margarethenstrasse 26, 4051 Basel, Tel. 061 363 01 70, sekretariat@kirche-heute.ch