«Sozialpionierin» seliggesprochen
In Wien wurde am 27. Januar Hildegard Burjan, die Kämpferin gegen soziale Armut, seliggesprochen. Hildegard Burjan war eine der grossen Gestalten der christlichen Frauenbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie setzte sich in Österreich für verbesserte Arbeitsbedingungen der Frauen ein und war eine der ersten Frauen im Parlament. Sie studierte in Zürich und kam dort in Berührung mit dem christlichen Glauben. Kurz vor ihrem Tod veranlasste sie den Bau einer Kirche. Die Kirche sollte im Arbeiterviertel stehen, damit die Menschen erleben, dass der Glaube mit einer tatsächlichen Verbesserung
der sozialen Umstände zu tun hat.
Besorgt über rechtsextreme Gewalt
Zum Holocaust-Gedenktag hat der Bundestag in einer Gedenkstunde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der Überlebende Marcel Reich-Ranicki erinnerte in seiner Rede an die Gräueltaten der Nazis. Nikolaus Schneider, Ratspräsident der Evangelischen Kirche, bekundete seine Besorgnis über aktuelle rechtsextreme Gewalt und deren grossen Kreise an Unterstützer. Dies sei ein Warnsignal, das nicht übersehen werden dürfe. Seit 1996 erinnert der Bundestag jährlich anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar in einer Gedenkstunde an die Befreiung des Vernichtungslagers in Auschwitz.
Den Holocaust nicht vergessen
Das Gedenken an den Holocaust sei ein entscheidender Punkt in der Geschichte der Menschheit, sagte Federico Lombardi anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers von Auschwitz. Auschwitz
steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Menschen, die vom Nazi-Regime verfolgt und umgebracht wurden.
Der Gedenktag ermahne dazu, die Menschenwürde für jeden Menschen zu verteidigen, sagte Lombardi und verwies zudem auf die Besuche von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.
Der Papst zum Mediensonntag
In seiner Botschaft zum Weltmediensonntag warnte Papst Benedikt XVI. vor einer Reizüberflutung durch die modernen Medien. Der Mensch von heute sei von Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt habe. Angesichts einer solchen Reizüberflutung seien Momente der Stille unverzichtbar. Die Stille sei die Voraussetzung für inhaltsreiche Worte. Der Vatikan lehnt jedoch keineswegs moderne Medien ab. So teilte der Leiter des päpstlichen Medienrates Erzbischof Claudio Maria Celli mit, dass das vatikanische Informationsportal gut besucht werde. Bereits ein halbes Jahr nach seiner Freischaltung verzeichne es 8000 bis 10000 Klicks. Der grösste Teil der Besucher von «News.va» komme aus den USA.
Volontariat im Kloster Einsiedeln
Das Kloster Einsiedeln bietet im Sommer 2012 erstmals Volontariate für junge Männer an. Die 18- bis 25-Jährigen nehmen teil am klösterlichen Rhythmus von Gebet und Arbeit. Sie übernehmen verschiedene Dienste im Kloster. Zum Beispiel Arbeit im Garten, im Klosterladen oder in der Stiftsbibliothek. Ein täglicher geistlicher Impuls fördert die persönliche geistige Auseinandersetzung, und auch die freie Zeit kommt nicht zu kurz. Kost und Logis übernimmt das Kloster.
«Recht ohne Grenzen» gefordert
Rund 50 Organisationen forderten anlässlich des Weltwirtschaftsforums, dass global tätige Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit für Menschenrechte und Umwelt Verantwortung übernehmen müssen. In Davos erregten Aktivisten Aufmerksamkeit, indem sie «unsichtbare» Hunde an der Leine führten. Konkret verlangt die Kampagne «Recht ohne Grenzen» die Aufhebung der bestehenden juristischen Trennung zwischen Mutterkonzern und Tochterunternehmen. Geschädigte sollen bei Verstössen gegen die verantwortlichen Mutterfirmen in der Schweiz klagen können. Bereits seit Anfang November werden Unterschriften gesammelt.
Neuer Geschäftsführer der RKK BS
Auf den 1. Februar 2012 wird die Stelle des Geschäftsführers der Römisch-Katholischen Kirche (RKK) Basel-Stadt wieder besetzt. Der Kirchenrat wählte Roland Kobler (50) zum neuen Leiter der Geschäftsstelle am Lindenberg. Robert Kobler verfügt über das Eidgenössische Bankenfachdiplom sowie ein Studium der Betriebswirtschaft. Führungserfahrung erwarb er sich im Ausbildungsbereich an der UBS und als Leiter der Kaderschule an der NSH Bildungszentrum Basel. Kobler ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Reinach (BL). Als engagiertes Mitglied der Pfarrei St. Marien und langjähriger Pfarreirat kennt er die Anliegen der Pfarreien sowie die kirchlichen Gremien und Abläufe.
Die Römisch-Katholische Pfarrei Aesch sucht auf den 1. August oder nach Vereinbarung eine/n
Die Redaktion «Kirche heute» sucht regelmässig eine/n Praktikanten/in.
Leben wagen, wo es von Not und Tod bedroht ist
Leidvolle oder schwierige Lebensgeschichten beeindrucken uns dann am meisten, wenn sie nicht im Problembehafteten oder Schmerzlichen stecken bleiben, sondern Trotzdem-Lebenswertes aufzeigen und anregen, auch eigene anspruchsvolle Herausforderungen mutig anzupacken. >> mehr...
Christliche Gemeinschaften engagieren sich für Europa
In 150 Städten in ganz Europa organisieren christliche Bewegungen und Gemeinschaften am 12. Mai unter dem Motto «Miteinander für Europa» Begegnungen und Aktionen. Es geht den Gemeinschaften um eine Politik, die den Menschen zum Massstab nimmt, in der Kultur, geistliche Werte und christliche Grundlagen einen wichtigen Stellenwert haben. >> mehr...
Kirche heute
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