Ausgabe 22-23, 26. Mai bis 8. Juni 2012

Struktureller und personeller Neuanfang

Struktureller und personeller Neuanfang

Rund um die neue Fachstelle «Kirchliche Dienste beider Basel» herrscht in doppelter Hinsicht Aufbruchstimmung. Jetzt sind die Stellen für das vierköpfige Kernteam ausgeschrieben. Zugleich gibt es gewichtige Abgänge.

Wenn die Fachstelle «Kirchliche Dienste beider Basel» Anfang 2013 den Betrieb aufnehmen wird, so wird es nicht nur in struktureller, sondern auch in personeller Hinsicht ein Neuanfang sein. Die Stellen für das vierköpfige Kernteam sind seit 10. Mai ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist läuft bis am 31. Mai. Parallel dazu wurden weitere Abgänge bei den kantonalkirchlichen Diensten bekannt. Neben Daniel Wiederkehr, Leiter der Diakoniestellen Basel-Stadt und Basel-Landschaft, werden auch Gabriele Kieser (Pfarramt für Industrie und Wirtschaft), Rolf Bossart (Katholische Erwachsenenbildung) und Studentenseelsorgerin Janique Behman gehen und damit nicht für die neue Fachstelle zur Verfügung stehen. Seine Stelle bereits verlassen hat Beat Poletti (Aidspfarramt). 

Für die Themenfelder respektive Fachbereiche Diakonie, Spiritualität, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit werden auf den 1. Oktober 2012 vier Mitglieder des Kernteams gesucht. Kandidaten und Kandidatinnen für die Bereiche Diakonie, Spiritualität und Bildung können sich zudem für die Leitung der Fachstelle bewerben; sie müssen neben allgemeinen und fachspezifischen Qualifikationen einen theologischen Abschluss und die Berufseinführung im Bistum Basel mitbringen. Gemäss pastoralem Konzept für die Fachstelle nehmen die Kernteammitglieder einerseits themenspezifische Aufgaben wahr, andererseits sind sie für die Planung zuständig und tragen die Verantwortung für das Erreichen der Wirkungsziele. Gender und Ökumene sind Querschnittthemen, die es bei allen Aktivitäten zu berücksichtigen gilt. Eine Leistungsvereinbarung regelt die zu erbringenden Leistungen und die zu erreichenden Ziele. Themen- und/oder fachspezifische Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Fachstelle komplettieren. 

Der Fachstelle stehen insgesamt 665 Stellenprozente zur Verfügung. Dieser Stellenetat nimmt die per Anfang 2015 festgelegten Sparschritte schon vorweg. Auf das Kernteam und die Administration entfallen rund 400 Prozent (je 80 Prozent für Bildung, Diakonie und Öffentlichkeitsarbeit, 70 Prozent für Spiritualität, 20 Prozent für die Leitung; dazu kommt noch ein Sekretariat). Der Rest verteilt sich auf den katholischen Teil der ökumenischen Schwerpunktstellen (Aidspfarramt, Pfarramt für Industrie und Wirtschaft, Offene Kirche Elisabethen), die katholische Universitätsgemeinde und die übrigen Bereiche wie die Jugendseelsorge Basel-Stadt, die in die Fachstelle überführt werden. Nicht in die Fachstelle eingebunden, aber mit ihr vernetzt sein werden die Spitalseelsorge, die Gefängnisseelsorge, die Ökumenische Medienverleihstelle, das Rektorat Religionsunterricht, die Jugendseelsorge Basel-Landschaft, die Eheberatungsstelle Basel-Landschaft. 

Wie die Überführung der verschiedenen Bereiche unter das Dach der neuen Fachstelle im Detail ablaufen wird, ist aus unterschiedlichen Gründen noch nicht klar. Thomas Mauchle, Bistumsregionalverantwortlicher und Vorsitzender der Steuergruppe, gab sich bedeckt. Es gebe im Moment nichts Neues, teilte er «Kirche heute» zu einer Reihe von detaillierten Fragen mit. Wie der Fahrplan aussehe, hänge davon ab, ob die Stellen bereits nach einer Ausschreibung besetzt werden können, oder ob es eine zweite Runde brauche. 

Im Fall des Aidspfarramtes, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, kommt ein inhaltlicher Neuanfang hinzu. Bis Ende März hatte die Leitungskommission die pastorale Neuausrichtung konkretisieren wollen. «Dies dauert länger als vorgesehen», sagte Thomas Mauchle. Der katholische Teil des Pfarramtes ist bereits seit 1. Dezember 2011 vakant. 

Regula Vogt-Kohler

 

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