Gedanken zur jeweils aktuellen Ausgabe oder zu Themen, die in der Luft liegen.
In diesen trüben und kühlen Tagen kann man gut nachvollziehen, dass die Helvetier eines Tages die Nase voll hatten und sich mit Sack und Pack aufmachten in Richtung wärmere Gefilde.
«Vier Augen sehen mehr als zwei» sagen wir, wenn etwas genau stimmen soll. Manchmal sind aber auch viele Augen «blind». In vielen Firmen, aber wohl auch in manchen Partnerschaften oder Familien, sind die Pfade so ausgetreten, dass keiner mehr einen alternativen Weg sieht.
«Ich bin nicht nur ungehorsam, ich bin empört. Ein Sturm der Entrüstung schüttelt meine Seele. In Gottes Wahrheit sage ich Ihnen: ‹Sie sind im Unrecht und wir sind im Recht.›» Es sind starke Worte, die eine Frau im 12. Jahrhundert an einen Bischof schreibt. Die ungehorsame und empörte Absenderin ist Hildegard, Äbtissin des Klosters Rupertsberg bei Bingen am Rhein.
Eigentlich denkt man nur an sie, wenn man sie vermisst, oder wenn sie in Frage gestellt wird. Und man fühlt sie, wenn man aus der Fremde zurückkommt. Wer berufshalber ins Ausland ziehen muss, kann schon mal Heimweh bekommen. Und wer mit einem ausländischen Pass aufwächst, wird mit Recht betonen, dass er hier heimisch ist.
Wenn ein Mensch auf die Welt kommt, hat seine Mutter schon viel für ihn getan. Und keiner überlebt die ersten Lebensjahre ohne die Hilfe anderer. Und wenn es später auch nicht mehr so offensichtlich ist: Kein Mensch kann für sich allein existieren. So gesehen gibt jeder, der einem andern irgendwie beisteht, etwas weiter, was er selber schon erhalten hat.
Die Uniform sagt der Umgebung etwas über die Funktion des Trägers aus. Von ihm selber allerdings verlangt sie, dass er seine Aufgabe verkörpert, mit ihr eins ist. Die Frage, was ein Papst nach Feierabend trägt, ob er irgendwann am Abend wie der Polizist oder der Tramführer die Uniform ablegt, ist so gesehen mehr als nur Ausdruck von Neugier.
Natürlich weiss ich, dass es ihn nicht wirklich gibt, den Osterhasen, aber gesehen habe ich ihn trotzdem. Ja, ich gebe zu, es war ein gewöhnlicher Feldhase, der über eine Wiese hoppelte, ohne Korb für den Eiertransport. Aber zur Begegnung mit Meister Lampe kam es am Morgen eines Ostersonntags, das kann doch nicht einfach ein Zufall sein. Dann schon eher ein kleines Wunder, angesichts der Tatsache, dass Feldhasen in unseren Breitengraden selten geworden sind.
Wir warteten auf einen neuen Papst, und es kam ein Mensch. Er trat auf die Loggia und sagte zu Beginn einfach «Guten Abend» und am Schluss «Gute Nacht, schlafen Sie gut.»
Wir warteten auf einen neuen Papst, und es kam ein Mensch. Er trat auf die Loggia und sagte zu Beginn einfach «Guten Abend» und am Schluss «Gute Nacht, schlafen Sie gut.»
Vielleicht ist er schon gewählt, wenn dieses Heft erscheint. Vielleicht haben wir den neuen Papst schon gesehen. Vielleicht aber sind die Kardinäle noch im Konklave. So oder so sollten wir beten. Denn der Heilige Geist weht, wann er will. Auf wen immer die Wahl der Kardinäle fällt, entscheidend ist, was der Gewählte aus seinem Amt macht – oder das Amt aus ihm. Denn jedes Amt verändert den Menschen, der es bekleidet. Das ist vielleicht ein Grund zur Hoffnung.
Feier zum 100-Jahr-Jubiläum des Katharina-Werks
Das Katharina-Werk verbindet seit 100 Jahren soziales Engagement und Spiritualität. Niklaus Brantschen, Monika Hungerbühler, Lilo Roost Vischer und Thomas Wallimann überbrachten Grussadressen am Festakt in der Elisabethenkirche. >> mehr...
Paradigmawechsel bei der Bildung von Pastoralräumen
Bis 2014 sollten sich überall im Bistum Pfarreien zu Pastoralräumen zusammen-schliessen, um den Glauben besser ins Spiel zu bringen. In der Region Basel entsteht aber dieses Jahr erst der erste von 18 geplanten Pfarreiverbünden. Und auch die von Bischof Felix Gmür gewährte Fristerstreckung bis 2018 wird nicht reichen. Dafür plant man gegenwärtig bereits grössere und anders strukturierte Pastoralräume. >> mehr...
Kirche heute
Innere Margarethenstrasse 26, 4051 Basel, Tel. 061 363 01 70, Fax 061 363 01 71, sekretariat@kirche-heute.ch