Ausgabe 40-42, 30. September bis 20. Oktober 2017

Die portugiesische Folkloregruppe aus Basel setzte einen farbigen Akzent bei der Endveranstaltung des Bistumsjugendtreffens beim Dreirosenschulhaus. (Foto: Mirjam Lachenmeier)Die portugiesische Folkloregruppe aus Basel setzte einen farbigen Akzent bei der Endveranstaltung des Bistumsjugendtreffens beim Dreirosenschulhaus. (Foto: Mirjam Lachenmeier)

Basel bot der Bistumsjugend einen bunten Empfang

430 junge Menschen begegneten sich am Bistumsjugendtreffen

Das multikulturelle Kleinbasel war Schauplatz des 17. Bistumsjugendtreffens des Bistums Basel. Warme Herbstsonne, interessierte Jugendliche und ein gut gelaunter Bischof prägten das Meeting vom vergangenen Sonntag.

«Friede sei mit euch», eröffnete Bischof Felix Gmür den Gottesdienst zum Start des Bistumsjugendtreffens, und er unterstrich es nochmals: «Darum sind wir hier: Damit Friede sei unter uns, mit unseren Mitmenschen und auf der Welt.» Der gastgebende Pfarrer Marcus Scheiermann durfte sich über eine gefüllte Kirche St. Joseph freuen: Zu den 430 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Treffens kamen Angehörige seiner Pfarrei St. Clara und weitere Interessierte hinzu. In der ersten Reihe begrüsste Bischof Felix fünf weissgewandete Brüder der Gemeinschaft von Taizé, die das Europäische Jugendtreffen vom Jahresende in Basel vorbereiten.

Multikulturelle Jugendlichkeit brachten die etwa 20 Ministrantinnen und Ministranten in den Chorraum, und die Lieder des Jugendchors St. Joseph und Adoray Basel gaben der Feier ein besonderes Gepräge. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg aus dem Matthäusevangelium sprach das Thema Gerechtigkeit an, für das junge Menschen ein Sensorium haben. Gottes Gerechtigkeit, so sagte der Bischof, ist nicht der Leistungslohn, sondern bei Gott erhalten alle das, was sie brauchen. Und: «Gott interessiert sich für jeden und jede von uns. Auch für die weniger Frommen.»

Nach dem Mittagessen unter freiem Himmel wartete ein grosses Angebot an Workshops: Von Informationen über ein Volontariat in Afrika, Asien oder Lateinamerika über das Thema «Homosexualität und Glaube?» bis zu Tanz-, Musik- und Spielangeboten. Wenn etwa Severin Niederer und Michael Dolensek von der Jubla Basel auf der Matte beim Dreirosenschulhaus mit 30 Firmandinnen und Firmanden aus dem luzernischen Pastoralraum Im Rottal die «Englische Bulldogge» ausprobierten, liess sich das schöne Herbstwetter unbeschwert geniessen. «Am besten besucht waren die Workshops, bei denen man sich bewegen konnte», berichtete Mirjam Lachenmeier von der Fachstelle Jugend bl.bs, die mit ihren Kolleginnen Marcella Criscione und Sabrina Schmid das Bistumsjugendtreffen in Basel organisiert hatte. «Die Jugendlichen haben motiviert mitgemacht, alle Workshops wurden durchgeführt, die Stimmung war gut.»

Bischof Felix blieb bis zur Endveranstaltung auf dem Hof der Dreirosenschule dabei. Dort weckte der Auftritt der portugiesischen Gruppe Rancho folclórico de Basilea die Tanzlust. Für den Bischof dient das Bistumsjugendtreffen dazu, dass sich Jugendliche aus verschiedenen Teilen des Bistums verbinden und vernetzen können: «Das Treffen zeigt ihnen, dass auch andere wie sie unterwegs sind.» Der jährliche Anlass findet seit 1997 statt, heuer zum 17. Mal. Das nächste Bistumsjugendtreffen ist auf den 23. September 2018 in Brugg-Windisch angesagt.

Christian von Arx

 

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